


1900 1901 1902
1903 1904 1905
1906 1907 1908
1909 1910 1911
1912 1913 1914
1915 1916 1917
1918
-
Januar
- 8. 1.
Der amerikanische Präsident Woodrow Wilson legt ein 14-Punkte-Programm
vor, das in seinen Grundzügen die Friedensordnung nach 1918 beschreibt.
Die Reichsregierung lehnt das Programm ab.
9. 1.
In Brest-Litowsk werden die Friedensverhandlungen zwischen den Mittelmächten
und Sowjetrußland fortgesetzt.
15. 1.
In Wien beginnen Fabrikarbeiter einen Streik. Sie fordern einen raschen
Friedensschluß in Brest-Litowsk ohne Annexionen, ein demokratisches
Wahlrecht und eine bessere Lebensmittelversorgung.
24. 1.
Der österreich-ungarische Ministerpräsident Ottokar Graf von
Czernin und zu Chudenitz erklärt angesichts der innenpolitischen und
militärischen Lage seines Landes, daß ein Verständigungsfrieden
auf Basis der 14 Punkte von Wilson akzeptabel sei.
28. 1. - 4. 2.
"Revolutionäre Obleute" organisieren Massenstreiks gegen
die annexionistische Verhandlungsführung der Mittelmächte in Brest-Litowsk.
-

Februar
- 1. 2.
Über Berlin wird der verschärfte Belagerungszustand verhängt.
- Österreich-ungarische
Truppen schlagen eine Matrosenmeuterei in Cattaro (Dalmatien) nieder.
6. 2.
Tod des Malers Gustav Klimt in Wien.
9. 2.
Unterzeichnung eines Separatfriedens zwischen der weitgehend von Bolschewisten
besetzten Ukraine und den Mittelmächten in Brest-Litowsk. Dieser "Brotfriede"
soll die Lebensmittelversorgung der Mittelmächte sichern. Zugleich wird
die Ukraine wirtschaftlich eng an das Deutsche Reich gebunden.
10. 2.
Wegen des Separatfriedens mit der Ukraine bricht der russische Volkskommissar
für auswärtige Angelegenheiten,Leo D. Trotzki , die Verhandlungen
in Brest-Litowsk ab. Einseitig erklärt er den Kriegszustand für
beendet.
14. 2.
Einführung des Gregorianischen Kalenders in Rußland.Damit rückt
die Datierung um 13 Tage vor.
18. 2.
Wegen des Abbruchs der Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk nehmen die
Mittelmächte die Kampfhandlungen wieder auf. Das Ziel Erich Ludendorffs
ist die Abtrennung der gesamten baltischen Küste und Finnlands von Rußland.
26. 2.
Nach dem schnellen Vormarsch der Mittelmächte kehren die russischen
Friedensunterhändler nach Brest-Litowsk zurück.
-

März
- 1. 3.
Deutsche Truppen besetzen Kiew und setzen eine antibolschewistische Regierung
ein.
3. 3.
Unterzeichnung des Friedens von Brest-Litowsk : Rußland verliert
über 25 Prozent seiner Bevölkerung und 27 Prozent seines wirtschaftlich
nutzbaren Bodens. Es muß die Unabhängigkeit von Finnland, Estland,
Livland, Kurland,Litauen,Polen,Georgien,der Ukraine und von Teilen Armeniens
anerkennen.
5. 3.
Deutsche Truppen besetzen die Ålandinseln, um von dort gegen die
finnischen Roten Garden vorzustoßen.
6. - 8. 3.
Auf dem ersten ordentlichen Parteitag der Bolschewiken nach der Machtübernahme
nennt sich die Partei in "Kommunistische Partei Rußlands (Bolschewiken)"
um und beschließt Maßnahmen zur Planwirtschaft.
7. 3.
Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der
bürgerlichen Regierung Finnlands.
8. 3.
Verlegung des Hauptquartiers der Obersten Heeresleitung (OHL) von Kreuznach
nach Spa (Belgien).
9. 3.
Mit Billigung Rußlands landen britische Truppen bei Murmansk, um
ein Vordringen deutscher Truppen in Finnland zu verhindern.
- Tod des Dramatikers Frank
Wedekind in München.
10. 3.
Die sowjetrussische Regierung verlegt ihren Sitz aus strategischen Gründen
nach Moskau, das zur Hauptstadt erklärt wird.
21. 3.
An der Westfront beginnt die deutsche Frühjahrsoffensive in der Picardie
auf 70 km Breite zunächst mit einem schnellen Vormarsch.Ludendorff will
mit einem militärischen Erfolg die Alliierten an den Verhandlungstisch
zwingen.
23. 3.
Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk wird im Reichstag gegen die Stimmen
der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD)
ratifiziert, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) enthält
sich der Stimme.
25. 3.
Tod des französischen Komponisten Claude Debussy (1862-1918) in Paris.
26. 3.
General Ferdinand Foch soll die Operationen der Alliierten an der Westfront
koordinieren.
-

April
- 8. 4.
In Rom beginnt der "Kongreß der unterdrückten Völker
in Österreich-Ungarn". Italien unterstützt ihre Selbstbestimmungsforderungen.
9. 4.
Trotz der Erstürmung des Kemmelbergs bei Ypern wird die deutsche
Offensive westlich von Lille gestoppt.
11. 4.
Auf der Hauptversammlung der Bunsen-Gesellschaft rechtfertigt Fritz Haber
den Einsatz von Giftgas.
13. 4.
Deutsche und finnische Truppen besetzen Helsinki, die bolschewistischen
Roten Garden werden zurückgedrängt.
14. 4.
Rücktritt des österreich-ungarischen Außenministers Graf
Czernin. Ohne den deutschen Bündnispartner zu informieren,hatte Czernin
über einen Separatfrieden verhandelt und sich u.a. für die Rückgabe
von Elsaß-Lothringen ausgesprochen.Die Veröffentlichung eines entsprechenden
Briefes durch Raymond Poincaré führte zum Rücktritt.
21. 4.
Tod des als "Roter Baron " bekannt gewordenen Manfred von Richthofen
, der in einem Luftgefecht bei Vaux-sur-Somme getötet wird.
28. 4.
Im Krankenhaus des Gefängnisses Theresienstadt stirbt der Sarajevo-Attentäter
Gavrilo Princip (1894-1918) an den Folgen einer Tuberkulose.
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Mai
- 7. 5.
"Frieden von Bukarest": Der Friedensvertrag zwischen Rumänien
und den Mittelmächten soll Deutschland u.a.den ungehinderten Transport
von Lebensmitteln aus der Ukraine garantieren.
9. 5.
Im britischen Parlament stimmen 106 Liberale für den Mißtrauensantrag
von Herbert H. Asquith gegen die liberale Regierung von David Lloyd George
. Dies führt zur Spaltung der Partei.
16. 5.
Das Kriegsernährungsamt in Berlin kürzt die tägliche
Brotration auf 150 g pro Person und Tag.
- Der amerikanische Kongreß
beschließt schwere Strafen für jede Form von Kritik an der Kriegspolitik.
22. 5.
Gegen den Widerstand der Entente-Staaten schließen das Deutsche
Reich und die Schweiz ein Handelsabkommen:Deutschland liefert Kohle gegen
Lebensmittel.
25. 5.
Deutsche Truppen landen in Georgien und unterstützen antibolschewistische
Verbände.
27. 5.
Die erneute deutsche Offensive an der Westfront zwischen Soissons und
Reims am Chemin des Dames beginnt mit Erfolgen.
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Juni
- 12. 6.
Nach mißlungenen Angriffen bei Noyon und Compiègne gibt Ludendorff
den Befehl zur Einstellung der Offensive.
14. - 25. 6.
Die letzte große Offensive der österreich-ungarischen Truppen
in Italien scheitert, die Moral der Truppen verschlechtert sich erheblich.
25. 6.
Wladimir I. Lenin überweist den Nachkommen von Karl Marx (1818-1883)
eine Million Rubel zur Errichtung eines Monuments auf dem Grab des Philosophen.
28. 6.
Die Rote Armee eröffnet die Kämpfe gegen die amerikanischen
und britischen Truppen nahe Murmansk.
30. 6.
Die Exilgruppen der Tschechen und der Slowaken verständigen sich
im Vertrag von Pittsburgh über die Zusammenarbeit beim Aufbau eines zukünftigen
gemeinsamen Staats.
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Juli
- 6. 7.
Bei einem Aufstand der antibolschewistischen Sozialrevolutionäre
wird in Moskau der deutsche Botschafter Wilhelm Graf von Mirbarch-Harff erschossen.
Sein Nachfolger wird Karl Helfferich .
15. 7.
Der österreich-ungarische Oberbefehlshaber Franz Graf Conrad von
Hötzendorf (1852-1925) tritt wegen der gescheiterten Italienoffensive
zurück.
10. 7.
Der V. Allrussische Kongreß billigt die Verfassung der "Russischen
Sozialistischen Föderativen Sowjetrepubliken" (RSFSR). Das Rätesystem
wird als Staatsform festgeschrieben.
16. 7.
Erschießung des russischen Ex-Zaren Nikolaus II. und seiner Familie
in Jekaterinenburg durch Bolschewisten.
18. 7.
Beginn der alliierten Gegenoffensive unter Marschall Foch drängt
die Deutschen an der Westfront wieder zurück und leitet die militärische
Wende ein.
-

August
- 2. 8.
Besetzung der nordrussischen Stadt Archangelsk durch amerikanische und
britische Truppen.
5. 8.
Die Vereinigten Staaten brechen die diplomatischen Beziehungen zu Sowjetrußland
ab.
8. 8.
Beginn der Schlacht bei Amiens : Tiefe Einbrüche der Engländer
mit Panzerverbänden führen zum stetigen Rückzug des deutschen
Heeres. Ludendorff spricht vom "schwarzen Tag des deutschen Heeres".
9. 8.
Großbritannien erkennt den tschechischen Nationalrat in Paris als
"verbündete Regierung" an.
14. 8.
Die OHL bezeichnet in einer Besprechung mit Wilhelm II. und Karl I. die
Fortführung des Krieges als "aussichtslos".
28. 8.
Die Rückverlegung deutscher Truppen in die " Siegfriedstellung
" beginnt auf breiter Front.
30. 8.
Lenin wird durch das Attentat einer Sozialrevolutionärin schwer verwundet.
-

September
- 3. 9.
Der amerikanische Senat fordert die Verhaftung Wilhelms II. und die Einleitung
internationaler Gerichtsverfahren gegen die Initiatoren des U-Boot-Kriegs
.
6. 9.
Per Erlaß verschiebt der britische König Georg V. (1865-1936)
das Inkrafttreten des "Home Rule"-Gesetzes für Irland.
10. 9.
Tod des Kolonialpolitikers Carl Peters in Woltorf (Peine).
14. 9.
Karl I. regt in einer Note eine Friedenskonferenz an. Angesichts der absehbaren
Niederlage der Mittelmächte weist Wilson die Note zurück.
26. 9.
Der tschechische Nationalrat in Paris bildet eine Regierung für einen
zukünftigen Staat der Tschechen und Slowaken.
- Tod des Philosophen und
Soziologen Georg Simmel in Straßburg.
29. 9.
Überraschend fordert die OHL sofortige Waffenstillstandsverhandlungen
, den Rücktritt des Reichskanzlers Georg Graf von Hertling sowie die
Einsetzung einer parlamentarischen Regierung.Waffenstillstandsvertrag
zwischen den Alliierten und Bulgarien.
30. 9.
Reichskanzler Hertling tritt zurück.
- Wilhelm II. verspricht
die Einführung des parlamentarischen Systems im Deutschen Reich.
-

Oktober
- 2. 10.
Britische und arabische Truppen erobern Damaskus.
3. 10.
Wilhelm II. ernennt den als liberal geltenden Prinz Max von Baden zum
Reichskanzler. In der neuen Regierung sind auf Verlangen Ludendorffs die Mehrheitsparteien
vertreten.
4. 10.
Auf Druck der OHL richtet Max von Baden ein Waffenstillstandsersuchen
auf Basis der 14 Punkte an den amerikanischen Präsidenten.
- Österreich-Ungarn
und das Osmanische Reich unterbreiten den USA Waffenstillstandsangebote.
14. 10.
In einer amerikanischen Note wird u.a. die Einstellung des U-Boot-Kriegs
als Voraussetzung für einen Waffenstillstand genannt.
16. 10.
"Völkermanifest": Karl I. verspricht die Föderalisierung
des Staates und die Gleichberechtigung der Nationalitäten in Österreich-Ungarn.
20. 10.
Wilson nennt die Anerkennung der Selbständigkeitswünsche der
Völker als Voraussetzung für Verhandlungen mit Österreich-Ungarn.
22. 10.
Die deutsche Hochseeflotte erhält den Befehl zu einer Großoffensive
am 29. Oktober.
23. 10.
In seiner Antwortnote an die deutsche Regierung erklärt Wilson seine
Bereitschaft, nur einen solchen Waffenstillstand zu vermitteln,der Deutschland
außer Stande setze, die Kampfhandlungen wieder aufzunehmen. Außerdem
sei die Parlamentarisierung noch unzulänglich, und die Macht der Militärs
sowie des Königs von Preußen seien noch ungebrochen.
- Wilhelm II. verfügt
eine allgemeine Amnestie für politische Gefangene, bei der auch Karl
Liebknecht (USPD) begnadigt wird.
24. 10.
Auf die Forderung Wilsons nach einer militärischen Kapitulation reagiert
Paul von Hindenburg mit einem Armeebefehl, der die Truppe zum "Widerstand
mit äußersten Kräften" auffordert.
25. 10.
In Budapest wird ein ungarischer Nationalrat gebildet.
26. 10.
Ludendorff kritisiert gegenüber Wilhelm II. die Regierungspolitik
scharf. Auf den Hinweis des Kaisers, diese Politik sei die Folge des Waffenstillstandsersuchens
der OHL, verlangt Ludendorff erregt seine Entlassung. Sein Nachfolger wird
Wilhelm Groener . Nach einem Appell des Kaisers an Hindenburgs Patriotismus
bleibt Hindenburg im Amt.
27. 10.
In Österreich bildet Heinrich Lammasch als Ministerpräsident
die letzte kaiserliche Regierung. Lammasch akzeptiert Wilsons Bedingungen
vom 20. Oktober für einen Waffenstillstand.
28. 10.
Der Reichstag beschließt das Gesetz zur Parlamentarisierung.Die
Regierung ist nun vom Vertrauen des Reichstags abhängig.
- Meuterei unter Matrosen
der Hochseeflotte in Wilhelmshaven angesichts der geplanten Großoffensive
der Flotte.
- In Prag wird der tschechoslowakische
Staat ausgerufen.
30. 10.
Waffenstillstand zwischen den Alliierten und dem Osmanischen Reich.
31. 10.
Tod des österreichischen Malers Egon Schiele in Wien.
-

November
- 3. 11.
Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und den Alliierten.
- Matrosenaufstand in Kiel.
- Aufhebung des Versammlungsverbots
und der Zensur.
4. 11.
In Kiel übernehmen Arbeiter- und Soldatenräte die Macht. Der
Aufstand breitet sich auf andere Städte aus.
5. 11.
Wilson informiert die Reichsregierung, daß die deutsche Waffenstillstandskommission
von General Foch empfangen werde.
- In Hamburg rufen Soldaten
und Arbeiter den Generalstreik aus.
7. 11.
Revolution in München:Kurt Eisner (USPD) ruft die Volksrepublik Bayern
aus; Flucht des bayerischen Königs Ludwig III (1845-1921).
8. 11.
Unter Matthias Erzberger Zentrum ) beginnen in Compiègne bei Paris
Waffenstillstandsverhandlungen mit Marschall Foch. Die deutschen Unterhändler
können nur unwesentliche Erleichterungen der harten Bedingungen erreichen.
- Einstellung des Telephon-
und Telegraphenverkehrs sowie des Eisenbahnverkehrs von und nach Berlin; öffentliche
Gebäude,Verkehrseinrichtungen und Rüstungsbetriebe werden vom Militär
besetzt.
9. 11.
Gegen Mittag verkündet Max von Baden eigenmächtig die Abdankung
Wilhelms II. und überträgt sein Amt des Reichskanzlers auf Friedrich
Ebert (SPD).
- Ausrufung der demokratischen
Republik durch Philipp Scheidemann (SPD) um 14 Uhr und der freien sozialistischen
Räterepublik durch Karl Liebknecht wenig später.
- Generalstreik in Berlin.
10. 11.
Wilhelm II. begibt sich ins Exil in die Niederlande.
- Bildung von Arbeiter-
und Soldatenräten im gesamten Reich.
- Die drei Sozialdemokraten
Friedrich Ebert,Otto Landsberg und Philipp Scheidemann sowie die drei Unabhängigen
Hugo Haase ,Emil Barth und Wilhelm Dittmann bilden den Rat der Volksbeauftragten
.
- In einem Geheimgespräch
sichern sich Ebert und Groener gegenseitige Unterstützung zu.Zur Kontrolle
der Revolutionsregierung bilden die Räte in Berlin einen Vollzugsrat.
11. 11.
Abschluß des Waffenstillstands . Die besetzten Gebiete in Frankreich,
Belgien, Luxemburg müssen wie Elsaß-Lothringen in 15 Tagen geräumt
sein. Die Verträge von Brest-Litowsk und Bukarest werden annulliert.
U-Boote sowie andere Waffen und Munition sind auszuliefern.
- Thronverzicht Kaiser
Karls I. und Rücktritt der Regierung Lammasch.
12. 11.
Der Rat der Volksbeauftragten verkündet sein Regierungsprogamm. Es
sieht u.a. die Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen und
die Einführung des Frauenwahlrechts vor.
- Verkündung der Republik
"Deutsch-Österreich" und ihres Anschlusses an Deutschland.
Dieser Anschluß wird von den Alliierten strikt abgelehnt.
13. 11.
Gründung der Organisation "Stahlhelm. Bund der Fontsoldaten
" als Zusammenschluß von Soldaten des Weltkriegs zur Abwehr der
Novemberrevolution .
14. 11.
Der Nationalist und Oberbefehlshaber Józef Pilsudski wird neuer
Staatschef Polens.
15. 11.
Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände gründen zum Interessensausgleich
die Zentralarbeitsgemeinschaft.Einführung des Achtstundentags, um die
demobilisierten Soldaten in den Wirtschaftsprozeß zu integrieren.Gründung
der extrem rechten Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).
16. 11.
Proklamation der Republik Ungarn.
20. 11.
Gründung der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP).
24. 11.
Gründung der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP).
25. 11.
Kapitulation der deutschen Truppen in Ostafrika.
28. 11.
Kaiser Wilhelm II. unterzeichnet seinen Thronverzicht.
- Uraufführung des
ersten Teils des Schauspiels "Gas" von Georg Kaiser (1878-1945)
in Frankfurt/Main und Düsseldorf.
30. 11.
Veröffentlichung des Romans "Der Untertan " von Heinrich
Mann .
-

Dezember
- 1. 12.
Proklamation des "Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen".
3. 12.
Gründung der Künstlervereinigung "Novembergruppe",der
u.a. der Maler Max Pechstein und der Architekt Erich Mendelsohn angehören.
10.12.
Die Deutsche Vaterlandspartei löst sich auf.Ihre Führer
schließen sich der DNVP an.
- Max Planck erhält
den Physik-Nobelpreis für seine Forschungen in der Quantenphysik. Fritz
Haber erhält den Chemie-Nobelpreis für die Entwicklung eines Verfahrens
zur Synthese von Ammoniak und Stickstoff.
14. 12.
Bei den britischen Unterhauswahlen dürfen erstmals Frauen ab 30 Jahren
wählen. Die Regierung von Lloyd George wird bestätigt.
16. - 21. 12.
Der Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte unterstützt
die Politik der SPD und fordert ebenfalls Wahlen zur Nationalversammlung.
17. 12.
Uraufführung des Films "Carmen" unter der Regie von Ernst
Lubitsch mit Pola Negri (1894-1987) und Harry Liedtke (1882-1945).
22. 12.
Die Tschechoslowakei erklärt Böhmen und das Sudetengebiet zu
Bestandteilen des neuen Staats.
- Die sowjetische Regierung
erkennt die Unabhängigkeit Litauens und Lettlands an.
23. 12.
In Preußen werden sämtliche Orden und Titel abgeschafft.
- Wegen ausstehender Soldzahlungen
besetzen Matrosen der Volksmarinedivision das Berliner Schloß und nehmen
den Stadtkommandanten Otto Wels (SPD) als Geisel.
24. 12.
Ebert informiert Groener über die Lage und fordert Hilfe von der
Armee.Das Garde-Schützenregiment greift die Matrosen an. Es kommt zu
Verhandlungen zwischen Regierung und Volksmarinedivision.
28. 12.
USPD-Mitglieder des Rats der Volksbeauftragten werfen den SPD-Volksbeauftragten
Kooperation mit der alten Generalität vor und treten aus dem Rat aus.
Sie werden durch Gustav Noske und Rudolf Wissell (SPD) ersetzt.
30. 12.
Spartakusbund und Bremer Linksradikale gründen in Berlin die Kommunistische
Partei Deutschlands (KPD). Gegen den Willen von Liebknecht und Rosa Luxemburg
beschließt die KPD einen Boykott der Wahlen zur Nationalversammlung.
31. 12.
Beschluß zur Demobilisierung der gesamten Armee.
- (Quelle:LeMO)